Zurück zum TagebuchJo & Jo · Reisegeschichten

Unser vierter Reisebericht

Jo & Jo und die Straße, die plötzlich zu fließen begann

Jo und Jo stehen im Hanbok zwischen vielen Besuchern im Gyeongbokgung-Palast
Zwei Zeitreisende, ein Palast und ein erstaunlich warmes Klima unter dem Hanbok.

Der dritte Tag begann genauso wie der zweite: mit Aufstehen und mit Schmerzen an Körperteilen, von deren Existenz Jo und Jo bislang nichts gewusst hatten.

Der Rücken tat weh.

Die Beine taten weh.

Die Füße taten weh.

Und einige Körperteile taten weh, von denen Jo und Jo bis zu diesem Morgen nicht einmal gewusst hatten, dass sie welche besaßen.

„Alles tut weh“, sagte Jo.

„Mir auch“, sagte Jo.

Damit war die medizinische Untersuchung abgeschlossen.

Sie gingen duschen.

Wie bereits erwähnt, bestand das Badezimmer ihres Hotels im Wesentlichen aus einer Dusche, in der zufällig auch eine Toilette, ein Waschbecken und einige andere Dinge standen, die ebenfalls nass werden konnten.

Nach der Dusche fühlten sich Jo und Jo besser.

Oder wenigstens sauberer.

Den Rest redeten sie sich ein.

Denn sie hatten Hunger.

Und Hunger ist ein ausgezeichnetes Schmerzmittel, solange man fest daran glaubt, gleich etwas zu essen zu bekommen.

Am Vortag hatten sie eine wichtige Entdeckung gemacht:

In Seoul gab es ein Lokal, in dem Bären hervorragenden Kaffee zubereiteten.

Also gingen sie wieder dorthin.

Die Bären waren noch da.

Das war beruhigend.

Sie erkannten Jo und Jo sofort.

Zumindest sahen sie so aus, als würden sie sie erkennen.

Vielleicht sahen Bären aber auch immer so aus.

Jo und Jo bestellten Frühstück, bekamen wunderbaren Kaffee und suchten sich Dinge zum Essen aus, die erneut hervorragend schmeckten.

„Diese Bären können wirklich kochen“, sagte Jo.

„Und Kaffee“, sagte Jo.

Der Bär schwieg bescheiden.

Eine große Kaffeetasse mit Bärenmotiv steht auf einem liebevoll gedeckten Frühstückstisch
Die Bären waren noch da. Und der Kaffee glücklicherweise auch.

Als Jo und Jo satt waren, spürten sie, dass an diesem Tag etwas geschehen würde.

Etwas Großes.

Etwas Ungewöhnliches.

Etwas, bei dem sie später vermutlich wieder sagen würden:

Damit hatten wir nicht gerechnet.

Sie fuhren nach Gyeongbokgung.

Dort betraten sie ein Geschäft, in dem man Hanboks ausleihen konnte.

Eine freundliche Dame betrachtete Jo und Jo.

Dann stellte sie offenbar fest, dass es sich bei ihnen um zwei außergewöhnlich hübsche Menschen handeln musste.

„Nach unten“, sagte sie und zeigte auf eine Treppe.

Dort befand sich ein Raum voller Kleider, Röcke, Jacken, Hüte und Stoffe in so vielen Farben, dass selbst ein Regenbogen kurz unsicher geworden wäre.

Jo suchte sich ein wunderschönes Kleid aus.

Jo bekam einen weiten Rock, eine traditionelle Jacke und einen hohen Hut, in dem er aussah wie ein koreanischer Fürst, der gerade erfahren hatte, dass jemand ohne Erlaubnis seinen besten Reiswein getrunken hatte.

Jo betrachtete Jo.

Jo betrachtete Jo.

„Steht dir“, sagte Jo.

„Dir auch“, sagte Jo.

Dann gingen sie hinaus.

Und genau dort geschah es.

Die Straße war verschwunden.

Nicht vollständig natürlich.

Sie lag noch immer vor ihnen.

Aber sie gehörte nicht mehr ins 21. Jahrhundert.

Jo und Jo waren einige Jahrhunderte zurückgereist.

Das Merkwürdige an Zeitreisen ist, dass man sie häufig erst bemerkt, wenn man bereits mitten in ihnen steckt.

Also schritten sie zum Gyeongbokgung-Palast.

Denn in einem Hanbok geht man nicht.

Man schlendert auch nicht.

Man schreitet.

Im Palast stellten sie fest, dass überall Menschen in traditioneller Kleidung herumliefen.

Junge Frauen trugen prächtige Kleider.

Junge Männer sahen aus wie Prinzen, Gelehrte oder sehr gut gekleidete Personen, die gerade auf dem Weg zu einer wichtigen Audienz waren.

Jo und Jo fielen überhaupt nicht auf.

Das war ungewöhnlich.

Normalerweise fallen zwei deutsche Urlauber, die nicht genau wissen, wohin sie gehen, ziemlich zuverlässig auf.

Sie schritten durch Tore, über Höfe und an gewaltigen Hallen vorbei.

Die Dächer schwangen sich nach oben, als wollten sie jeden Augenblick davonfliegen.

Die Gebäude waren wunderschön.

Allerdings waren viele von ihnen innen erstaunlich leer.

Es gab große Räume.

Sehr große Räume.

Räume, in denen man problemlos eine mittelgroße Elefantenfamilie hätte unterbringen können.

Aber kaum Wände.

Jo und Jo überlegten, wie die Menschen früher dort gelebt hatten.

Wo hatten sie geschlafen?

Wo hatten sie gegessen?

Und vor allem:

Wo hatten sie all die Dinge hingestellt, die sich bei Menschen normalerweise innerhalb kürzester Zeit ansammeln?

Vielleicht hatten frühere Könige einfach weniger Zeug.

Vielleicht besaßen sie aber auch einen sehr großen Keller.

Die Sonne brannte auf die Palastdächer.

Unter ihren Hanboks trugen Jo und Jo noch ihre normalen Hosen und T-Shirts.

Das war ein Fehler.

Ein Hanbok sieht leicht und elegant aus.

Er besitzt jedoch die bemerkenswerte Fähigkeit, darunter ein ganz eigenes Klima zu erzeugen.

Nach kurzer Zeit herrschte unter Jos Kleid tropische Regenzeit.

Unter Jos Fürstenrock vermutlich ebenfalls.

Nach anderthalb Stunden waren beide äußerlich noch immer vornehme Gestalten aus einer vergangenen Epoche.

Innerlich bestanden sie hauptsächlich aus Schweiß.

„Wir müssen noch nach Bukchon“, sagte Jo.

„In diesen Kleidern?“

„Natürlich. Sonst lohnt es sich doch nicht.“

Also machten sie sich auf den Weg zum Bukchon Hanok Village.

Das große Netz in ihrem Telefon behauptete, der Weg sei nicht besonders weit.

Das große Netz besitzt einen seltsamen Begriff von Entfernung.

Jo und Jo liefen.

Und liefen.

Und liefen weiter.

Je weiter sie sich vom Palast entfernten, desto weniger Menschen trugen Hanboks.

Bald waren Jo und Jo die einzigen Zeitreisenden zwischen lauter Menschen des 21. Jahrhunderts.

Einige sahen sie an.

Vielleicht hielten sie Jo für einen Fürsten.

Vielleicht hielten sie ihn auch für einen sehr verschwitzten Mann mit einem auffälligen Hut.

Jo schaute auf das Telefon.

„Wir sind bestimmt falsch.“

Jo schaute ebenfalls.

„Nein. Wir sind richtig.“

Das war fast noch schlimmer.

Schließlich erreichten sie Bukchon.

Dort standen die traditionellen Häuser mit ihren geschwungenen Dächern dicht an dicht in den schmalen Gassen.

Es sah wunderschön aus.

Zumindest dort, wo man etwas davon sehen konnte.

Denn Jo und Jo waren nicht die Einzigen, die auf die Idee gekommen waren, an diesem Tag nach Bukchon zu gehen.

Auf der schönsten Straße standen Menschen.

Vor den Menschen standen weitere Menschen.

Und hinter ihnen vermutlich noch mehr Menschen.

Vielleicht befanden sich dazwischen auch Hunde.

Oder Kühe.

Oder einige sehr kleine Otter.

Das ließ sich nicht feststellen, weil sämtliche Tiere vollständig von Touristen verdeckt worden wären.

Jo und Jo standen am Rand der Menschenmenge.

Sie versuchten, ein traditionelles Haus zu sehen.

Dann versuchten sie, wenigstens ein Dach zu sehen.

Schließlich sahen sie den oberen Teil eines Schornsteins.

Jo und Jo stehen im Hanbok erschrocken vor einer völlig überfüllten Gasse in Bukchon
Bukchon war wunderschön. Soweit man es hinter den Menschen erkennen konnte.

„Vielleicht kommen wir heute Abend noch einmal“, sagte Jo.

Beide wussten, dass sie nicht wiederkommen würden.

Urlaubspläne besitzen die unangenehme Eigenschaft, länger zu sein als Urlaubstage.

Also gingen sie zurück.

Wieder liefen sie.

Und liefen.

Und schwitzten.

Als sie das Hanbok-Geschäft erreichten, gaben sie ihre Kleidung zurück.

Der Fürst verschwand.

Die vornehme Dame ebenfalls.

Übrig blieben zwei deutsche Urlauber in sehr feuchten T-Shirts.

„Hotel“, sagte Jo.

„Dusche“, sagte Jo.

Damit war die nächste Entscheidung gefallen.

Im Hotel stellten sich Jo und Jo erneut in ihr Badezimmer und machten sich, die Toilette, den Boden und einen erheblichen Teil der Einrichtung nass.

Danach fühlten sie sich wie neue Menschen.

Zumindest für ungefähr zehn Minuten.

Dann gingen sie wieder hinaus.

Jo fand, dass zu einem ordentlichen Reisetag auch ein Museum gehörte.

Nach kurzer Suche entdeckten sie das Ilmin Museum of Art.

Das klang nach Kunst.

Also gingen sie hinein.

Im Museum war es still.

Sehr still.

Außer Jo und Jo war kaum jemand da.

Sie betraten einen großen Raum.

Der Raum war leer.

Sie gingen in den nächsten Raum.

Auch dieser war fast leer.

Im dritten Raum befanden sich einige Dinge, bei denen nicht sofort klar war, ob sie Kunst waren oder ob jemand vergessen hatte, sie wegzuräumen.

Jo blieb stehen.

Jo blieb ebenfalls stehen.

Beide betrachteten einen leeren Bereich des Raumes.

„Was glaubst du, bedeutet das?“, fragte Jo.

Jo dachte nach.

„Vielleicht die Leere des modernen Menschen.“

„Oder da steht einfach nichts.“

Beides war möglich.

Ein geheimnisvoller, beinahe leerer Ausstellungsraum im Ilmin Museum of Art
Vielleicht die Leere des modernen Menschen. Vielleicht stand da einfach nichts.

An den Wänden hingen Bilder.

Einige waren schön.

Andere sahen aus, als hätte jemand sehr schnell sehr viele Gedanken gleichzeitig gehabt und sie anschließend auf eine Leinwand geworfen.

Vor einem Bild blieb Jo besonders lange stehen.

Es war vollkommen unscharf.

„Der Künstler hat seine Brille vergessen“, sagte Jo.

Jo nickte.

Nach ihren Erlebnissen im Brillengeschäft waren sie schließlich Fachleute auf diesem Gebiet.

Vielleicht hatte der Künstler die Welt genau so gesehen.

Vielleicht war das Bild aber auch scharf gewesen und Jo brauchte bereits wieder eine neue Brille.

Dieser Gedanke war beunruhigend.

Sie verließen das Museum und standen plötzlich auf einem gewaltigen Platz.

Es war der Gwanghwamun-Platz.

Dort saß ein goldener Mann auf einem Thron.

Es handelte sich um König Sejong, der einst die koreanische Schrift Hangul entwickeln ließ.

Jo und Jo wussten das zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht genau.

Vielleicht hatte er Korea gegründet.

Vielleicht hatte er die Schrift erfunden.

Vielleicht hatte er aber auch die ganze Welt erschaffen und sich anschließend mitten in Seoul hingesetzt, um sein Werk zu betrachten.

Ein Stück weiter stand Admiral Yi Sun-sin.

Ein gewaltiger Krieger mit einem Schwert.

Er blickte so entschlossen über den Platz, als erwarte er jeden Augenblick eine feindliche Flotte zwischen den Autos.

In Jos Vorstellung stieg König Sejong plötzlich von seinem Thron.

Der Admiral zog sein Schwert.

Beide gingen aufeinander zu.

König Sejong und Admiral Yi Sun-sin gehen auf dem Gwanghwamun-Platz vorsichtig aufeinander zu
Manche Geschichten sollten gar nicht erst beginnen.

An dieser Stelle beschloss Jo, die Vorstellung sofort wieder aus seinem Kopf zu entfernen.

Manche Geschichten sollten gar nicht erst beginnen.

Jo und Jo gingen weiter.

Und dann sahen sie etwas noch Erstaunlicheres.

Mitten in der Stadt begann plötzlich ein Fluss.

Er kam aus einem Wasserfall, der scheinbar einfach aus dem Boden entsprang.

Jo betrachtete das Wasser.

„Wo kommt das alles her?“

Jo kannte sich mit solchen Dingen aus.

„Aus Wasserhähnen“, sagte er. „Wasser kommt immer aus Wasserhähnen.“

Vermutlich befanden sich hinter dem Wasserfall sehr viele davon.

Es war der Cheonggyecheon.

Früher war der Fluss unter Straßen verschwunden gewesen. Autos waren über ihn hinweggefahren, und kaum jemand hatte sich noch daran erinnert, dass dort überhaupt Wasser floss.

Dann hatten schlaue Menschen beschlossen, die Straße wieder zu entfernen und den Fluss zurückzuholen.

Das war eine ausgezeichnete Idee gewesen.

Der Cheonggyecheon fließt zwischen Seouls Häusern, während Menschen über Trittsteine gehen
Wo früher Autos fuhren, floss nun wieder Wasser durch die Stadt.

Jo und Jo stiegen die Treppen hinunter.

Währenddessen ging die Sonne unter.

Die Lichter entlang des Wassers erwachten.

Menschen saßen am Ufer, unterhielten sich und aßen.

Andere liefen über große Steine von einer Seite des Flusses zur anderen.

Die Steine lagen gerade weit genug auseinander, damit jeder Übergang ein kleines Abenteuer wurde.

Jo trat auf den ersten Stein.

Dann auf den zweiten.

Dann auf den dritten.

Jo folgte ihm.

Keiner fiel ins Wasser.

Das war zwar weniger spektakulär, aber deutlich angenehmer.

Sie gingen am Fluss entlang.

Und weiter.

Und immer weiter.

Über ihnen rauschte die Stadt.

Unten am Wasser war alles ruhig, als hätte Seoul zwischen seinen Straßen heimlich eine zweite, langsamere Stadt versteckt.

Irgendwann stiegen Jo und Jo wieder hinauf in die Straßen.

Über ihnen wuchsen Häuser in den Abendhimmel, so riesig, dass ihre oberen Stockwerke bereits in einer anderen Zeitzone zu liegen schienen.

An den Fassaden hingen Werbebanner, die größer waren als manches Haus in Deutschland.

Gesichter blickten aus hundert Metern Höhe auf sie herab. Leuchtende Augen erschienen auf ganzen Gebäuden, Kleider wehten über gläserne Wände und gewaltige Bildschirme verwandelten die Straße in ein flimmerndes Theater.

Jo und Jo gingen darunter hindurch und fühlten sich für einen Moment ungefähr so groß wie zwei leicht überforderte Reiskörner.

Riesige beleuchtete Werbeflächen überragen am Abend eine belebte Straße in Seoul
Häuser wie Berge. Werbebanner wie Himmel. Zwei Jos wie Reiskörner.

Schließlich führte ihr Weg nach Myeongdong.

Dort warteten ihre restlichen Brillen auf sie.

Im Geschäft wurden sie begrüßt, vermessen und auf Stühle gesetzt.

Die Brillen wurden aufgesetzt.

Wieder abgenommen.

Gebogen.

Gerichtet.

Noch einmal aufgesetzt.

Jo bekam eine Sonnenbrille.

Jo bekam ebenfalls eine Sonnenbrille und außerdem eine neue normale Brille.

Es waren Gleitsichtbrillen.

Gleitsichtbrillen verlangen von ihren Besitzern zunächst eine gewisse Mitarbeit.

Man schaut nach oben und sieht weit.

Man schaut nach unten und sieht nah.

Man schaut in die falsche Richtung und sieht etwas, das möglicherweise gar nicht existiert.

Jo und Jo brauchten einige Minuten.

Dann hatten sie den Dreh heraus.

Jo konnte nun auf sein Telefon schauen, ohne dafür ständig die Brille abzunehmen.

Das war eine kleine technische Revolution.

Da sie ohnehin in Myeongdong waren und überall der Duft von Streetfood durch die Straßen zog, beschlossen sie, nicht in ein Restaurant zu gehen.

Sie würden sich durch die Stände essen.

Das erste Gericht bestand aus kleinen Krabben.

Sehr kleinen Krabben.

Babykrabben.

Jo probierte eine.

Dann noch eine.

„Oh Gott“, sagte Jo. „Was ist das?“

Sie probierte ebenfalls.

Dann nahm sie noch eine.

Die Babykrabben waren knusprig und erstaunlich lecker.

Darüber, ob sie gegessen werden wollten, wurde an diesem Abend weniger gründlich nachgedacht als bei den Tintenfischen.

Danach probierten Jo und Jo weitere Dinge.

Manches sah aus wie Brot, schmeckte aber süß.

Manches sah süß aus, war aber herzhaft.

Und manches sah nach überhaupt nichts Bekanntem aus und schmeckte trotzdem hervorragend.

Sie aßen sich von Stand zu Stand.

Ein bisschen hier.

Ein bisschen dort.

Noch etwas, dessen Namen sie nicht kannten.

Und schließlich etwas, dessen Namen sie auch nach dem Essen nicht kannten.

Irgendwann waren Jo und Jo satt.

Sehr satt.

Ihre Beine taten wieder weh.

Ihre Füße ebenfalls.

Und die geheimnisvollen Körperteile vom Morgen meldeten sich auch zurück.

Zum Glück lag das Hotel ganz in der Nähe.

Sie fuhren genau eine Station mit der Bahn.

Das war nicht faul.

Das war vernünftige Kräfteplanung.

Im Hotel fielen sie ins Bett.

An diesem Tag hatten Jo und Jo mit Bären gefrühstückt.

Sie waren mehrere Jahrhunderte in die Vergangenheit gereist.

Sie hatten sich als Fürst und vornehme Dame verkleidet.

In königlichen Kleidern geschwitzt.

Hinter einer Wand aus Menschen nach traditionellen Häusern gesucht.

Leere Räume als Kunst betrachtet.

Einen König und einen Admiral beinahe gegeneinander kämpfen lassen.

Eine Straße entdeckt, die sich wieder in einen Fluss verwandelt hatte.

Neue Brillen bekommen.

Und kleine Krabben gegessen, die vermutlich ebenfalls eine Meinung dazu gehabt hätten.

Jo sah zu Jo.

„War schön heute.“

„Sehr schön.“

Dann schlossen beide die Augen.

Und träumten von einem goldenen König, der an einem unterirdischen Wasserhahn saß, während ein Bär ihm Kaffee brachte.

Seoul leuchtete draußen weiter.

Denn die Stadt wusste bereits:

Am nächsten Morgen würden Jo und Jo wieder aufwachen.

Und ihnen würde wieder alles wehtun.

J&JFortsetzung folgt